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Inobhutnahme für Kinder in massiven Krisensituationen mit akuter Selbst- und Fremdgefährdung

Für Kinder die sich in massiven Krisensituationen mit Selbst- und Fremdgefährdung befinden besteht in Berlin, seit Sommer 2012 die Möglichkeit einer Krisenintervention in einer stationären Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung. Bis zu fünf Kinder und Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren können übergangsweise für maximal drei Monate dort intensiv, nach dem Konzept „Menschen statt Mauern“, betreut werden. Im Vordergrund stehen hier Schutz und Struktur für teilweise schwer traumatisierte und gefährdete Kinder und Jugendliche.

Voraussetzung für die Unterbringung in der Krisen- und Clearingeinrichtung ist ein familiengerichtlicher Beschluss nach § 1631 b BGB. Die Unterbringung erfolgt im Rahmen einer Inobhutnahme nach § 42 Abs. 5 SGB VIII.

Hintergrund der Errichtung dieser Einrichtung war es strafunmündige, drogendealende Kinder, die sich immer wieder diversen Einrichtungen und damit Hilfeangeboten entzogen haben, durch das Angebot zu erreichen.

Der Senat von Berlin beauftragte die Jugendförderung Berlin gGmbH, einem Zusammenschluss des Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerkes (EJF) und der Stiftung zur Förderung sozialer Dienste (FSD-Stiftung), mit der Entwicklung eines Konzeptes. Die Senatorin für Jugend, Bildung und Familie Sandra Scheeres stellte die Einrichtung in Tegel im Sommer 2012 vor.